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Öko-Marketingtage in Schloss Kirchberg: Wege zur klimafreundlichen Ernährungswirtschaft

Die 4. Öko-Marketingtage widmeten sich einem drängenden Thema. Die zweitägige hybride Veranstaltung versuchte, gemeinsam mit EntscheiderInnen quer durch die Wertschöpfungskette Lösungsansätze zu entwickeln für eine „klimafreundliche Ernährungswirtschaft“ und Wege in die Zukunft aufzuzeigen.


Rudolf Bühler, Vorsitzender der Stiftung Haus der Bauern und Gastgeber auf Schloss Kirchberg stellte zur Eröffnung der Tagung unmissverständlich unseren westlichen Lebensstil an den Pranger: „Was richten wir mit unserer dekadenten westlichen Lebens- und Wirtschaftsweise auf dem Rücken der Armen an“, fragte er eindringlich. Er forderte die Industriestaaten auf, die Verantwortung für den Klimawandel zu übernehmen und endlich und unverzüglich zu handeln. „Wir sind die Verursacher und unsere Verantwortung ist es, Lösungen zu liefern.“


Was erwarten Verbraucher

Stephan Grünewald, Gründer und Geschäftsführer rheingold institut, Diplom Psychologe & Bestsellerautor, in seinem Vortrag mit der Frage „Wie nachhaltig ist die Nachhaltigkeit? Psychologische Beobachtungen zu den Gefahren des Nachhaltigkeits-Trends".


Klimaneutralität aus Konsumenten-und Unternehmenssicht

Dr. Meike Gebhard, Geschäftsführerin Utopia GmbH, führte aus, was den Konsumenten bereits angeboten wird, von klimaneutral über klimapositiv bis Umweltneutral, stellte jedoch gleichzeitig die Frage, was hinter den Labeln steckt und ob sie dem Verbraucher eine sinnvolle Orientierung bieten können. Anhand von eignen Daten und Studien erklärt sie Kriterien, die Siegel vertrauenswürdig machen. Konsumenten trauen eher Siegeln von unabhängigen Organisationen, die transparente und einheitliche Vergabestandards haben. Gebhard wünscht sich eine breite Nutzung eines vertrauenswürdigen Labels, das Konsumenten Orientierung gibt, denn die Bewältigung der Klimakrise sei schließlich eines der brennendsten Probleme unserer Zeit.

Dr. Meike Gebhard von Utopia, Thomas Jorberg von der GLS-Bank und Volkert Engelsman vom niederländischen Bio-Unternehmen Eosta die Anforderungen und Herausforderungen der Klimakrise aus verschiedenen Blickwinkeln. Sie zeigen Lösungsansätze und bereits vorhandene Aktivitäten auf, hin zu einem realistischen Erreichen des 1,5° Ziels und zur Klimaneutralität.


Best Practice von Bio-Unternehmen

Nachhaltig source, verarbeiten und verpacken die Beispiele der Firmen am Beispiel Bauck GmbH. zeigten Herausforderungen und Lösungen auf.

Jan-Peter Bauck, Geschäftsführer Bauck GmbH


Märkisches Landbrot backt Klimapositives Brot - vom Bauern bis zum Kunden Joachim Weckmann, Geschäftsführer MÄRKISCHES LANDBROT GmbH


Klimabauern: Den Klimaausgleich praktizieren Barbara Scheitz, Geschäftsführung Andechser Molkerei Scheitz GmbH


Fazit: Macherinnen-Spirit und Generationen gerechte Zukunft

Zum Ende der IV.Öko-Marketingtage der Akademie Kirchberg zogen Prof. Dr. Franz-Theo Gottwald und Dr. Alexander Beck (AÖL) ihr Fazit. Beide sprachen von den großen Herausforderungen, denen sich die Bio-Branche entlang der Wertschöpfungskette stellen muss. Doch die während der Tagung vorgestellten Beispiele und Lösungsansätze machten Mut und inspirierten dazu, aus einem MacherInnen-Spirit heraus, die Herausforderung anzunehmen und als Bio-Bauern und Akteure der Branche eine Generationen gerechte Zukunft zu gestalten.


Karin Heinze, die Autorin der Zusammenfassung erhebt keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit. Alle Fotos sind Screenshots.








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