Bio-Brotbox macht Schule

Aktualisiert: vor 3 Stunden
2026 feiert die Bio-Brotbox Berlin-Brandenburg 25jähriges Jubiläum. Allein hier wurden dieses Jahr von 560 Freiwilligen beim Naturkost-Großhändler Terra rund 63.000 Bio-Brotboxen für Kinder in den ersten Klassen in Berlin und Brandenburg gepackt. Das Modell Bio-Brotbox hat sich bundesweit als Netzwerk etabliert. Es bringt die verschiedensten Bio-Unternehmen und Unterstützer aus Politik und öffentlichem Leben sowie viele freiwillige Helfer zusammen. Die Mission, Kindern mit ausgewogener Ernährung und Aufmerksamkeit einen guten Start ins Schulleben zu ermöglichen.

Im Sommer 2002 hoben die damalige Bundesverbraucherschutzministerin Renate Künast und Dr. Burkhart Sonnenstuhl die Bio-Brotbox aus der Taufe mit der Idee Schulkindern, Eltern und Lehrern die Wichtigkeit eines guten Frühstücks nahezubringen. "Eigentlich wäre es schön, wenn es die Bio-Brotbox nach 25 Jahren nicht mehr bräuchte. Aber ein gesundes Frühstück und gleiche Bildungschancen sind noch immer nicht für alle Kinder selbstverständlich. Deshalb setzen wir auch heute noch mit 63.000 Bio-Brotboxen ein Zeichen für Gesundheit, Nachhaltigkeit und Chancengerechtigkeit", sagt Meinrad Schmitt, Gründer und Geschäftsführer von Terra Naturkost, der die Aktion seit Anfang an maßgeblich unterstützt. Die große Halle des Lagers wird jedes Jahr zur riesigen Packstation. Alle Bio-Produkte werden gespendet, ebenso wie die stabilen wiederverwendbaren Frühstücksdosen. Die Verteilung der Bio-Brotboxen an über 1000 Schulen in Berlin und Brandenburg, am nächsten Tag, übernimmt seit vielen Jahren UPS als kostenlose Dienstleistung.

Zehntausende von Schulkindern profitieren
Laut Statistischem Bundesamt werden bundesweit 750.000 bis 800.000 Kinder in das Schuljahr 2026/27 eingeschult, insgesamt zählt Deutschland etwa 11 Millionen Schülerinnen und Schüler. Die Bio-Brotbox erreicht jährlich schätzungsweise gut 20 Prozent der Kinder. Allein in der Region Berlin und Brandenburg wurden bislang rund 1,4 Millionen mit der praktischen gelben Box beglückt. „Aus einer lokalen Idee ist eines der größten ehrenamtlich getragenen Präventionsprojekte für Kinder in Deutschland entstanden. 2019 wurde das Projekt im Rahmen des Nationalen Aktionsplans „IN FORM - Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung“ ausgezeichnet“, erklärt Elke Röder, langjährige Geschäftsführerin des Bundesverband Naturkost Naturwaren BNN. Sie kümmert sich jetzt ehrenamtlich leitend um das Projekt Bio-Brotbox. „Pack- und Liefertag sind weit mehr als eine logistische Meisterleistung. Diese Aktion beeindruckt durch ihre Energie und die Erkenntnis: Gemeinsam können wir viel bewegen“, sagt Röder. Es entstehe eine besondere Form von Gemeinschaft, die weit über den eigentlichen Aktionstag hinauswirkt. „Davon brauchen wir heute viel mehr."

Bundesweites BBB-Netzwerk
Im gesamten Bundesgebiet sind sehr viele Bio-Brotbox-Initiativen nach dem Berliner Vorbild entstanden, die alle ehrenamtlich und weitgehend selbstständig arbeiten. Sie sind fest in ihren Regionen verankert, doch die Berliner „Zentrale“, die Bio-Brotbox gGmbH, unterstützt durch Erfahrungsaustausch, Materialien, Vernetzung und Qualitätsstandards. Es steckt nicht nur zu den Schulanfängen, sondern auch über das Jahr viel ehrenamtliche Arbeit in dem Projekt, um möglichst viele Schulen für die Idee zu begeistern, Sponsoren und Logistiker zu finden und passende Räumen zum Packen. Die einzelnen Bio-Brotbox-Initiativen arbeiten unter dem dem gemeinsamen Motto „Gut gefrühstückt, gut gelernt!“ und verfolgen das Ziel, möglichst vielen Kindern in Deutschland einen gesunden Start ins Schulleben zu ermöglichen.
Autorin: Karin Heinze
Quellen: Bio-Brotbox, eigene Recherche





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